Grippezeit

Mag. Martin Ganser

von Mag. Martin Ganser  |  Donnerstag, 13. Oktober 2011

Grippezeit

Die kalte Jahreszeit kommt, und bald ist wieder Grippezeit.
Die Grippe, auch Influenza genannt, ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit. Nicht zu verwechseln, ist die Influenza mit dem grippalen Infekt, der umgangssprachlich auch oft als "Grippe" bezeichnet wird.

Dabei handelt es sich aber meist um eine harmlos verlaufende Viruserkrankung, die mit leichteren Erkältungssymptomen einhergeht.
Die "echte Grippe" wird durch Influenza-Viren ausgelöst. Von diesen Viren existieren verschiedene Stämme, und sie haben die unangenehme Eigenschaft, sich laufend zu verändern. Das ist der Grund, weswegen jedes Jahr ein neuer Impfstoff entwickelt und verabreicht werden muss.
Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion; die Viren werden durch Husten, Niesen, Sprechen oder die Atemluft weitergegeben und dringen über die Atemwege, die Mundschleimhaut oder die Augen in das nächste Opfer ein.
 
Zum Krankheitsverlauf
Die ersten Symptome treten innerhalb weniger Stunden bis Tage nach der Ansteckung auf. Unangenehmerweise besteht die Möglichkeit, den Krankheitserreger weiterzugeben bevor man überhaut erste Anzeichen verspürt.
Die Krankheit verläuft nicht bei jedem gleich; in den meisten Fällen tritt sie aber plötzlich ein, mit hohem Fieber (40 Grad Celsius), Schüttelfrost, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, trockenem Husten, ausgeprägter körperlicher Schwäche und allgemeinem Krankheitsgefühl.
 
Im Gegensatz zur Influenza beginnt eine einfache Erkältung meist langsam, das Fieber ist nicht so hoch, Schnupfen ist häufiger und sie ist nach wenigen Tagen vorbei.
Die echte Grippe dauert 7 - 14 Tage oder noch länger.
Es gibt auch verschiedene Möglichkeiten, den Erreger im Labor zu bestimmen, mittels Nasen- oder Rachenabstrich oder im Blut.
Gefährlich an der Influenza ist oft die bakterielle Sekundärinfektion. Da der Körper bereits geschwächt ist, können sich Bakterien leichter ausbreiten und zu Folgeerkrankungen führen. Schwere Komplikationen sind Gehirnhautentzündung, Herzmuskelentzündung und Erkrankungen der Atemwege. Naturgemäß am schlimmsten trifft es Menschen, die ohnehin schon geschwächt sind, durch Alter und Krankheit.
 
Zur Therapie
Vor einigen Jahren wurden Arzneimittel entwickelt, mit denen man den Krankheitsverlauf deutlich mildern und abkürzen kann. Es handelt sich dabei um die antiviralen Arzneimittel Tamiflu und Relenza. Die Einnahme sollte möglichst bald nach Auftreten der Krankheitssymptome erfolgen; sie sind auch gegen Vogel- und Schweinegrippe, spezielle Formen der Influenza, wirksam. Beide Arzneimittel sind rezeptpflichtig und werden bei Vorliegen einer Grippe-Epidemie von der Krankenkasse bezahlt.
Ansonsten ist natürlich eine Behandlung der Symptome angezeigt. Mittel zur Fiebersenkung, gegen auftretende Schmerzen, gegen Husten, Schnupfen und zur Stärkung des Immunsystems (auch vorbeugend) können den Heilungsverlauf beschleunigen und verbessern. Auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr muss geachtet werden, da durch das Fieber ein erheblicher Wasserverlust stattfindet; Inhalationen mit milden ätherischen Ölen helfen.
Sehr wichtige Faktoren sind absolute Schonung und Bettruhe, bis die Krankheit wirklich ausgeheilt ist.
 
Die Impfung
Wer auf der sicheren Seite stehen möchte, sollte sich impfen lassen, es gibt keine bessere vorbeugende Maßnahme um eine Erkrankung zu verhindern. Jedes Jahr werden neue Impfstoffe entwickelt, die gegen alle aktuell krankmachenden Viren-Variationen schützen. Es stehen Impfstoffe zur Verfügung, die für ältere Menschen besser geeignet sind und Impfstoffe, die für Kinder verwendet werden.
 
Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Arzt oder kommen Sie zu uns